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Sustainable Aesthetics

Die Vernissage findet am 23. September 2022 um 19:00 Uhr im Gropius-Zimmer-Pavillon am Domfreihof Trier statt.

Ausstellung: 24. – 25. September 2022 | 11:00 – 19:00 Uhr

Das zyklische Aufkommen von Stilmitteln zeigt sich immer wieder in der Kunstgeschichte. Auch wenn Hochkulturen untergehen, werden sie von der Ästhetik überdauert.
Genau um diese Nachhaltigkeit geht es in der Ausstellung “sustainable aesthetics” — ein immaterielles Kulturerbe, das durch Weitergabe und Wiederentdeckung folgenden Generationen vermacht wird.
Das Künstler*innenkollektiv PULPXIX untersucht jenes Phänomen und bietet dabei verschiedene künstlerische Perspektiven, die das Schöne im verloren Geglaubten zeigen.
Dazu verfolgen die Ausstellenden verschiedene Ansätze; beispielsweise über druckgrafische Methoden, Installation, Zeichnung, digitaler Kunst oder fotochemischen Prozessen.

VERGANGENE PROJEKTE

ANONYMOUS IDENTITY

2019

Geprägt durch verschiedene kulturelle Routinen wollen sie die etablierten Grenzen der eigenen Kreativität sprengen und daraus einen konstruktiv lebendigen Raum inszenieren. handgeschöpftes, recyceltes, zweckentfremdetes Papier und einen teilweise dadaistischen Entstehungsprozess zeichnen Kunstwerke aus, die sich mit Identität in unserer globalisierten Gesellschaft auseinandersetzen. Vom Lernen traditioneller, japanischer Washi Techniken über experimentelle Modekonzepte bis hin zur Integration moderne Technologie, stellt die Papierherstellung Verbindungen zwischen Kunst und ursprünglichem Kontext her und bildet eine grenzüberschreitende Ausdrucksform.

REPUBLIC OF EVERYWHERE

2019

Heimat: gezeichnete Linien oder gemeinsame Geschichten? Mit ein bisschen kreativer Anarchie, um sich einem zunehmend von Abschottung, Angst und Intoleranz bestimmten Weltbild entgegenzustellen, gründeten wir im Sommer 2019 der Republic of Everywhere (an der ehemaligen Grenze zwischen vermeintlichen Zivilisation und vermeintlichen Barbarei – und heutigen Weltkulturerbe).

OUR FINEST HOUR

2020

We got Brexit done the day before yesterday – and we rung Big Ben 🙂
Ich meine, der Austritt aus der EU ist wahrscheinlich nicht die beste Entscheidung, die Großbritannien je getroffen hat – aber, hey, wir respektieren die Demokratie, und deshalb dachten wir, wir wären wenigstens ein guter Sportsmann und würden das Land mit einer Bong verabschieden!

PULP XIX present: Our Finest Hour

ARTOMAX

2020 – heute

Anders als Menschen in die Kunsträume zu bewegen, bringt Artomax den Kunstraum unter die Menschen. Er symbolisiert eine Schnittstelle zwischen alten und neuen sozialen Verhaltensweisen, gleichmäßiger Verteilung des Kulturgutes und einer nachhaltigen Ökonomie. Einer starken Wirtschaft ist es egal, was produziert und verkauft wird. Hauptsächlich wird produziert und verkauft. Für die Zukunft unseres Planeten ist es jedoch definitiv besser Kunst zu kaufen als manche andere Produkte und für die kulturelle Identität einer Gesellschaft sowieso.

KONSUMKUNST

2021

Konsum und Kunst? Wie passt das zusammen?
Die Ausstellung befasst sich mit der Frage „Welchen Wert hat Kunst?“. Nach einem Jahr, in dem der Einkauf von Lebensmitteln, die Flucht aus den eigenen vier Wänden und „sozialer“ Austausch ermöglichte, waren aufge- hobene oder liegen gelassene Quit- tungen unsere Echtzeitzertifikate. Zertifikate, die bewiesen wie sehr wir einander fehlten.
Die so nebensächliche Begegnung oder Möglichkeit Kultur und Kunst, das schöne im Leben zu genießen. Warum also für Kunst und Kultur bezahlen? Welchen Wert haben diese Dinge, wenn die digitale Welt uns doch gemütlich auf der Couch alles ermöglicht?
Nun ganz einfach: Wir brauchen einander. Wir brauchen das schöne. Wir brauchen Kunst und Kultur, für unsere Identität und Zusammenhalt. Den Austausch sei es künstlerischer Natur oder sozialer. Wir konsumieren durch einfache und schnelle Klicks. Jedoch sollten wir nicht mehr Sozial, Empathie und Kreativität bewusst konsumieren?

SHOAL – ILLUMINALE

2019 + 2021

7 Fischmotive, gestaltet von verschiedenen Künstlern aus der Gruppe, wurden im Holzschnitt gefertigt und in einer Auflage von 50 Exemplaren gedruckt. Dazu eine weitere Druckplatte für 2 Großen Fische. Die Installation wurde aus der kompletten Druckauflage erstellt. Mit dem freihängenden Werk wird eine Art Strudel kreiert, der den Raum einnimmt und der Betrachter mitten drin steht. Wie in der heutigen globalisierten Welt und konstant verändernden Vernetzung von Individuen, spiegelt sich im Werk auch Bewegung, Schwarm-Verhalten, Macht der Menge und Diversität wieder. Die Idee für die Fische stammt aus einer Kunstaktion zum
japanischen Kodomo No Hi Fest im Mai – es stellt der Karpfen der gegen den Strom schwimmt dar. Der Fisch taucht jedoch als Symbol in vielen Kulturen auf.

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